GERD BIRSNER

In der Alten Feuerwache in Mannheim stand der Birsnergerd 1976 zum ersten Mal mit eigenen Liedern auf der Bühne. Schnell folgten erste Rundfunk- und Fernsehauftritte, und er war stolz wie Bolle, als er im "Glaskasten" in Mainz noch im gleichen Jahr den Ozelotmantel vom damaligen Stargast Peggy March halten durfte. Bald darauf war er der (west)deutsche Beitrag beim großen WDR-TV-Folk-Festival 1979 vor dem Kölner Dom, beim Festival Menschen und Meer in Rostock 1982. Heute werden kleiner Brötchen gebacken:  in Kleinkunstsälen, Folk-Kneipen oder kleinen Bühnen babbelt und interpretiert er seltener, aber dafür um so intensiver.

 … auf Tonträger

Birsners Lieder wurden erstmal 1979 auf Vinyl geritzt: Schwindelfrei hieß die LP, die "Birsner & Co bei Stockfisch veröffentlicht hatten.
Und gleich die erste LP "Dreikäsehochs und Lufti-Küsse" auf seinem eigenen Label "Schnoog" erhielt den "Preis der deutschen Schallplattenkritik –Viertel-jahres-Bestenliste".

Es folgten "Zeitverschiebung", dann mit seinenen PhiaKusstikern die CD "Viel akustische Nächte".  "Geranjo",  eine reine Instrumental CD würde später bei EMI unter dem Titel "Acoustic Set ups" veröffentlicht,  danach kam "Phantamalia".

2007 erschien seine jüngste CD, die schlichtweg "Birsner" heißt. So, und langsam wird's mal wieder Zeit, Herr Birsner !

… als KÄPTN HUCH

Auf die Idee brachte ihn erst die Leiterin des Diersheimer Kindergartens: "Warum machst Du eigentlich keine Lieder  für Kinder?" Das lag so nah, nachdem er zehn Jahre in der Kinderfunk-redaktion des SDR gearbeitet und 20 Jahre auf den Kleinkunstbrettern gestanden war, dass er von selbst gar nicht drauf kommen konnte …

Dann ging alles rasend schnell: der leicht seekrank werdende damilge Diersheimer Ortsrumsteher dachte sich: Kommunalpolitik
und Piraterie passen irgendwie zusammen.
Und ratzfatz war Käptn Huch mit seinen orkanartigen Piraten-Gesängen für kleine Taschenkrebse und Meerjungfrauen geboren …

… im SCHNOOG-Studio

Im Süddeutschen Rundfunk war Birsner jahrelang Moderator der Sendung "Folk-Lied-Song", war Mitglied in der AG Song und traf dort damals, in der Zeit, als die Haare lang und die Hosen latzig waren, auf viele "Kollegen".
Als studierter Schul- und später dann sogar Pop-Musiker (an der FH für Musik in Hamburg lief in den 80ern der Modellversuch Popmusik) war er gewieft genug, um sich pfiffige und kreative Arrangements für sich und andere auszudenken und diese auf dicke  Bandmaschinen zu bannen.  Neumann-Mikros und Studer-Maschinen wurden rangeschafft, das Fachwerkhaus in Diersheim schallisoliert, und dann hieß es: Band läuft ...

 

Kontakt: gerd@birsner.de